Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie

Themenmodul:
Ethische Überlegungen spielen in der Psychiatrie und Psychotherapie eine zentrale Rolle: Wie kann die Autonomie von Menschen mit psychischen und dementiellen Erkrankungen respektiert, bewahrt und gefördert werden? Wann müssen aus ärztlicher und pflegerischer Fürsorge heraus, Maßnahmen auch gegen den Willen eines krankheitsbedingt nicht einwilligungsfähigen Patienten ergriffen werden, um ihn selbst oder Dritte vor Schaden zu bewahren? Welche Möglichkeiten bieten Patientenverfügungen und Behandlungsvereinbarung in der Psychiatrie? Welche ethisch relevanten Auswirkungen sind beim neuen Honorierungssystem (PEPP) in der Psychiatrie zu erwarten?
Das Themenmodul greift diese Fragen auf und beleuchtet, welchen Beitrag Ethikberatung bei der Beantwortung von bzw. beim Umgang mit ethischen Fragen in der Psychiatrie leisten kann.

Themen:
• Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen mit psychischen und dementiellen Erkrankungen
• Einwilligung und Einwilligungsfähigkeit
• Fürsorge und medizinischer Paternalismus
• Ethische und rechtliche Voraussetzungen für Zwangsmaßnahmen und Zwangsbehandlung
• Suizidwünsche und Suizidprävention
• Patientenverfügungen und Behandlungsvereinbarungen in der Psychiatrie

Kursleitung:
Prof. Dr. phil. Alfred Simon
Medizinethik, Geschäftsführer der Akademie für Ethik in der Medizin,
Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees der Universitätsmedizin Göttingen

Prof. Dr. med. Dr. phil. Jochen Vollmann
Medizinethik, Psychiatrie/Psychotherapie,
Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, Ruhr-Universität Bochum

Kursgebühren:
Themenmodul „Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie“: € 180,-
Die Kursgebühren umfassen Teilnahmebeitrag, Arbeitsmaterialien und Verpflegung.

Termin:
08.-09. Oktober 2020 (Kurs-Nr. 38)

Das Themenmodul beginnt am Donnerstag um 14:00 Uhr und endet am Freitag um 15:30 Uhr.