Lebenssatt?

Umgang mit Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

16. März 2017

Tagung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Ort: Hanns-Lilje-Haus

Thema:
Der Umgang mit Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr bei schwerer Krankheit, im hohen Alter oder am Lebensende sorgt in der medizinischen und pflegerischen Praxis immer wieder für Diskussionen. Besonders umstritten sind Situationen, in denen Menschen bewusst auf Nahrung und Flüssigkeit verzichten, um dadurch ihren eigenen Tod herbeizuführen. Diese Praxis des Freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) wird seit einigen Jahren ethisch kontrovers diskutiert.

Eine zentrale Frage in der aktuellen Debatte ist, ob der FVNF als Behandlungsabbruch, als Suizid oder als eine ganz eigene Handlung zu betrachten ist. Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, stellen sich weitere Fragen: Soll auf dem Totenschein natürlicher oder unnatürlicher Tod angegeben werden? Fällt die Begleitung beim FVNF unter das seit 2015 geltende Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB)?

Auf der Tagung wollen wir diese Diskussion mit Experten und Expertinnen aus Medizin, Psychologie, Ethik und Recht führen und dabei auch den weiteren Kontext des Umgangs mit Ernährung bei Krankheit und am Lebensende einbeziehen. Dazu laden wir alle an dem Thema Interessierten herzlich ein!

Tagungsgebühr: 70 € inkl. Verpflegung

 

Tagungsleitung im ZfG

Pastor Dr. theol. Michael Coors

Michael Coors

Tel.: 0511 1241 - 670
Fax: 0511 1241 - 497

Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover

Theologischer Referent, Pastor

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)