Nicht-invasive Pränataldiagnostik als GKV-Leistung?

Medizinische, ethische und rechtliche Fragen

18. April 2018 ausgebucht

Tagung in Kooperation mit der Professur für Öffentliches Recht,
Justus-Liebig-Universität Gießen 

Ort: Hanns-Lilje-Haus, Hannover

Thema:
Die nicht-invasive Pränataldiagnostik (NIPD) hat das Potential, die Schwangerenvorsorge in Deutschland nachhaltig zu verändern. Genetisch bedingte Erkrankungen und Behinderungen des Ungeborenen können mit Hilfe der neuen molekulargenetischen Tests schon im ersten Schwangerschaftsdrittel unkompliziert, risikoarm und mit relativ hoher Zuverlässigkeit erkannt werden. Aktuell prüft der Gemeinsame Bundesausschuss im Rahmen eines Methodenbewertungsverfahrens, ob die NIPD die Kriterien für eine Aufnahme in den Regelleistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfüllt.

Eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen würde nicht nur den Zugang zu den neuen Testverfahren erleichtern, sondern diese auch symbolisch aufwerten. Kritiker fürchten, dass der Druck auf Frauen, pränataldiagnostische Verfahren in Anspruch zu nehmen und ggf. die Schwangerschaft abzubrechen, steigen könnte. Von verschiedenen Seiten ist daher gefordert worden, bei der Entscheidung über eine GKV-Finanzierung der NIPD nicht nur die medizinische Seite in den Blick zu nehmen, sondern auch die ethischen und gesellschaftlichen Konsequenzen zu berücksichtigen.

Die Tagung möchte einen Beitrag zur Debatte über die Zukunft der NIPD und über Sinn und Grenzen einer solidarischen Finanzierung pränataler genetischer Untersuchungen durch die GKV leisten. Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Ärzteschaft, Verbänden und Krankenkassen,
Fachleute aus Medizin, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Ethik, Schwangerenberater und -beraterinnen, Hebammen sowie alle am Thema Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Tagungsgebühr: 90 € inkl. Verpflegung

 

Tagungsleitung im ZfG

Frau Ruth Denkhaus Mag. Theol.

Tel.: 0511 1241 - 445
Fax: 0511 1241 - 497

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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