Hannover Marktkirche

Sterbebilder

Vorstellungen und Konzepte im Wandel

23. - 24. September 2021

Thema:
Unser Blick auf das Sterben und die Gestaltung von Sterbeprozessen sind geprägt von Vorstellungen, Bildern und Konzepten des Sterbens einer jeweiligen Zeit und Gesellschaft. Galt „Sterben“ bis vor wenigen Jahrzehnten als verdrängtes Tabuthema, prägen aktuell Diskurse um Selbstbestimmung und individuelle Vorsorge die gesellschaftliche Diskussion. Daneben stärkt die Hospizbewegung die Wahrnehmung der Bedürfnisse von schwerstkranken und sterbenden Menschen und die gesellschaftliche Solidarität mit Menschen am Lebensende. Zugleich zeigt sich, dass die Jenseitsperspektive, die traditionell in einer religiösen Sozialität eingebettet war, teilweise abgelöst wird durch eine Diesseitsperspektive, die vor allem mit einer individuellen Deutung verbunden werden kann.

Diese Entwicklungen werfen Fragen auf: Wie prägen gesellschaftliche Vorstellungen, Bilder und Konzepte unsere Wahrnehmungen des Sterbens? Was verraten unterschiedliche „Sterbebilder“ über den gesellschaftlichen Umgang mit der letzten Lebensphase? Und nicht zuletzt: Inwieweit können interdisziplinäre Perspektiven auf das Sterben die aktuelle Diskussion um Autonomie und Fürsorge am Lebensende bereichern?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Expert*innen aus Medizin und Medizingeschichte, Ethik, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Soziologie und Theologie diskutieren. Die Tagung richtet sich an alle, die ein Interesse an interdisziplinärem Austausch zum Thema haben (z.B. Wissenschaftler*innen, Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Hospizarbeit und Palliativversorgung etc.).

Tagungsgebühr:
Die Tagung wird als Präsenzveranstaltung und als Online-Veranstaltung angeboten.
Präsenzveranstaltung: 120 inkl. Verpflegung
Online-Veranstaltung: 75 €

Gefördert durch

 

Tagungsleitung im ZfG

Dr. Dorothee Arnold-Krüger
Tel.: 0511 1241 - 670

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)