Hannover Marktkirche

Sterben wollen – Leben müssen – Sterben dürfen?

Kontroverse Perspektiven auf den assistierten Suizid

15. - 16. November 2022

Thema:
Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 ist deutlich: Die Thematik des assistierten Suizids ist ein entscheidendes Thema nicht nur für jede*n Einzelne*n, sondern auch für die Einrichtungen der Gesundheitsversorgung der Langzeitpflege, der palliativen Versorgung und für die Seelsorge.

An welchem Punkt stehen wir? Wie kann der Wunsch nach Suizidbeihilfe theologisch gedeutet und medizinethisch eingeordnet werden? Wie gehen Menschen aus den beteiligten Berufsgruppen mit diesem Wunsch um und welche Sicht haben sie darauf? Auf dieser gemeinsamen Tagung des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW, der Evangelischen Akademie Villigst und
des Zentrums für Gesundheitsethik Hannover sollen in Vorträgen, Diskussionen und Gruppengesprächen grundlegende Klärungen erreicht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, kontroverse Perspektiven auf die Thematik miteinander in einen Dialog zu bringen und dabei die Sichtweisen von Anund Zugehörigen, Vertreter*innen der beteiligten Berufsgruppen und Befürworter*innen des assistierten Suizids einzubeziehen. Die Reflexion des eigenen Standpunktes sowie mögliche Auswirkungen auf die Einrichtungen, die das Urteil und eine neue rechtliche
Situation mit sich bringen, sind das Ziel der unterschiedlichen Beiträge aus Theologie, Medizin, Kirche, Diakonie, Palliativversorgung und von Menschen, die sich für den assistierten Suizid stark machen. Erfahrungen, Positionen und Argumente sollen zur Sprache kommen und im Austausch zu einem umfassenden Klärungsprozess für alle führen, die an dieser Tagung interessiert sind.

Ort:
Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt:
Es stehen 20 Plätze für eine präsentische Teilnahme zur Verfügung. Die digitale Teilnahme, auch an Gruppengesprächen, ist möglich und wird über Zoom durchgeführt.

Tagungsgebühr:
Einzelzimmer m. Vollpension, inklusive Tagungsgebühr: 90 Euro
digitale Teilnahme: 30 Euro

Tagungsleitung im ZfG

Dr. Dorothee Arnold-Krüger

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)