Hannover Marktkirche

Neue Herausforderungen für Sterbekulturen

Ars moriendi nova in Zeiten von Covid-19 und Assistiertem Suizid?

03. November 2022

Thema:
Die Corona-Pandemie bringt die Endlichkeit des Lebens – auch als Wahrnehmung des je eigenen Sterbeprozesses – neu zu Bewusstsein. Zugleich stellt sie etablierte Formen der Begleitung am
Lebensende auf die Probe. Darin zeigt sich die Notwendigkeit einer „Ars moriendi nova“. Parallel wird nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die gesetzliche Neuregelung des assistierten Suizids diskutiert. Damit verbunden sind intensive Diskurse, die den komplexen (medizin-) ethischen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozess spiegeln.

Die Tagung thematisiert die postmodernen Transformationen traditioneller Sterbekonzepte im Programm einer „Ars moriendi nova“ und diskutiert deren ethische Implikationen sowohl in der Pandemie als auch darüber hinaus. Ist der assistierte Suizid im Rahmen einer gegenwärtigen Sterbekultur zu integrieren oder stellt er deren Kontrapunkt dar? Gibt es postmoderne Konzepte des Sterbens – und welche normativen Inhalte tragen sie in sich? Wie kann das Konzept einer „Ars moriendi nova“ im Kontext kultureller Diversität gestaltet werden? Diese Fragen sollen mit Expert:innen aus den Bereichen Medizin, Philosophie, Medizingeschichte, Ethik, Rechtswissenschaft, Theologie und Hospizarbeit diskutiert werden.Dazu laden wir Interessierte aus dem ärztlichen Bereich, Hospiz- und Palliativarbeit, Geschichte und Ethik der Medizin, Theologie, Diakonie, Rechts- und Sozialwissenschaften herzlich ein.

Tagungsgebühr:
Die Tagung wird als Hybrid-Veranstaltung angeboten.
Präsenzveranstaltung: 80 € inkl. Verpflegung.
Online-Veranstaltung: 20 €.

Tagungsleitung im ZfG

Dr. Dorothee Arnold-Krüger

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)