Hannover Marktkirche

25jähriges Jubiläum des Zentrums für Gesundheitsethik

Dieses Jahr feiert das Zentrum für Gesundheitsethik sein 25jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung hat sich Ethik im Gesundheitswesen zunehmend verankern und instiutitionalisieren können. Das Zentrum für Gesundheitsethik beteiligt sich mit Veranstaltungen, eigener Forschung und Fortbildungangeboten daran, dass die ethischen Aspekte von Entscheidungen im Kontext von Medizin und Pflege angemessen diskutiert und reflektiert werden können. Gerade in der Situation der Pandemie wird ersichtlich, dass kontinuierlich neue Fragen entstehen und in der gemeinsamen Auseinandersetzung Antworten gefunden werden müssen. Wir freuen uns, mit Ihnen diesen Dialog fortzusetzen.

Anlässlich seines Jubiläums diskutierte Dr. Julia Inthorn, Direktorin des ZfG, mit Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen und Ralf Meister, Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers die Herausforderungen der Pandemie. Im Mittelpunkt standen Fragen nach dem Zusammenspiel der verschiedenen Perspektiven und Akteure sowie mögliche Impulse, die hier von der Ethik für die Praxis eingebracht werden können. Dabei wurden aktuelle Themen wie Solidarität und Partizipation ebenso in den Blick genommen wie die Herausforderungen und ethischen Abwägungen in Bezug auf den „neuen Alltag“ mit dem Virus. Das ganze Gespräch können Sie unter folgendem Link ansehen.

Aus der Perspektive der theologischen Ethik diskutiert der systematische Theologe und ehem. Kuratoriumsvorsitzende des ZfG, Prof. Reiner Anselm (München), die Bedeutung der Arbeit von Kliniksseelsorger*innen für die Entwicklung klinischer Ethik und spricht über die konkinuierliche Aufgabe, Selbstbestimmung und dem Blick auf das Individuum in der medizinischen Versorgung zu stärken:

Prof. Alfred Simon, Leiter der Geschäftsstelle der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM, Göttingen), blickt auf die Entwicklung der klinischen Ethikberatung in Deutschland und die systematische Ausbildung  von Ethikberater*innen. Er verweist auf den wesentlichen Stellenwert kontinuierlicher Evaluation und begleitender Forschung für die Weiterentwicklung in diesem Bereich und die gelungene langjährige Kooperation zwischen AEM und ZfG.