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Interfraktioneller Antrag zum nicht-invasiven Pränataltest (NIPT)

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Bild: KI-generiert mit Microsoft Copilot

Seit Juli 2022 ist der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) auf Trisomie 13, 18 und 21 Krankenkassenleistung.  Aber wie viele Schwangere nehmen diesen Test tatsächlich in Anspruch, und aus welchen Gründen? Wie sieht es mit der vorgeschriebenen ausführlichen medizinischen Beratung in der Praxis aus? Und führt das Angebot eines kostenlosen genetischen Tests in der Frühphase der Schwangerschaft – wie von Kritiker*innen befürchtet – tatsächlich dazu, dass weniger Kinder mit den entsprechenden Trisomien geboren werden?

Diese und weitere ethisch relevante Fragen sollen nach dem Willen der Initiator*innen eines interfraktionellen Antrags Gegenstand eines Monitorings werden. Der Antrag ist am 6. Mai 2026 im Gesundheitsausschuss beraten worden; die parlamentarische Abstimmung dazu wird voraussichtlich am 25. Juni stattfinden. Die Ergebnisse des Monitorings sollen in die Entscheidung über die Aufnahme weiterer pränataler genetischer Tests in die Mutterschaftsrichtlinien einfließen.

Erste Zahlen deuten darauf hin, dass der NIPT tatsächlich weit verbreitet ist: Nach Abrechnungsdaten der BARMER lassen rund 50% der Schwangeren den Test durchführen. Eine hohe Inanspruchnahme ist zwar nicht per se problematisch – entscheidend ist aus ethischer Sicht vielmehr, ob Schwangere eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung treffen und wie sich die niedrigschwellige Verfügbarkeit solcher Tests auf die Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen auswirkt. Eine systematische Evaluation ist daher sinnvoll, erfordert allerdings ein sorgfältiges Studiendesign.

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