Hannover Marktkirche

Wenn KI verstorbene Menschen sprechen lässt

Lebensende und Trauer im digitalen Zeitalter

21. Oktober 2026
Online-Tagung

Menschen nutzen seit jeher unterschiedliche Objekte und Rituale, um ihre Trauer zu verarbeiten und zu begreifen. Heutzutage wenden sich zunehmend Personen an KI, um eine Verbindung zu ihren Verstorbenen aufrechtzuerhalten.

KI-gestützte Anwendungen generieren digitale Avatare von den Verstorbenen aus persönlichen Daten wie Nachrichten, Sprach- oder Videoaufnahmen, die die Ausdrucksweise der Person nachbilden und so ein interaktives Gespräch simulieren. Erste Unternehmen bieten sie bereits gegen eine monatliche Gebühr an.

Gerade dort, wo Abschied, Verlust und der Umgang mit Erinnerung den beruflichen Alltag prägen – in der Palliativversorgung, der Seelsorge und der Trauerbegleitung –, gewinnt diese neue Form des Erinnerns und Gedenkens an Bedeutung. Noch fehlen aber weitestgehend belastbare Erkenntnisse über diese Formen der KI-unterstützten Trauer.

Mit unserer Fachtagung wollen wir diese neue Entwicklung aus ethischer Perspektive multidisziplinär beleuchten. Vorträge aus Medizin, Pflege- und Medienethik sowie Theologie laden ein, die Herausforderungen und Schwierigkeiten gemeinsam zu reflektieren und Perspektiven für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI in Situationen von Abschied und Trauer zu entwickeln.

Die Tagung richtet sich an Ärzt:innen, Pflegende und Mitarbeitende aus aus der stationären und ambulanten Palliativversorgung, Seelsorger:innen und in der Trauerbegleitung tätige Berufsgruppen.

Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion.

Tagungsgebühr:
Die Teilnahme ist kostenfrei

Anerkennung als Fortbildung:
Fortbildungspunkte für Ärztinnen und Ärzte sind bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.

Zur Anmeldung

Tagungsleitung im ZfG

Hildegard Emmermann M.A., Pastorin, komm. Leitung

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)